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Lamingtons Rezept – Australische Kuchenwürfel mit Schokoglasur und Kokosnuss

27. Februar 2021
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Statt Australien Urlaub hier heute ein Lamingtons Rezept und zwar ein kleines, denn ich habe es für die Größe einer Brownie-Form (20x20cm) konzipiert.

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Man hat ja schließlich nicht immer gleich Hunger (oder genügend Gäste) für ein ganzes Blech, diese kleinen Lamington-Kuchenhappen haben für mich genau die richtige Portionsgröße für eine kleine Kaffeepause zwischendurch.Lamingtons Rezept Recipe Australian cake Foodstyling kokoskuchen kinder kuchen würfel schokoglasur kokosnuss food photo bakefeed gourmet traveller feedfeed zuckerzimtundliebe backblog

Was sind Lamingtons?

Lamingtons sind ein sehr typisch Australisches Gebäck. “Spongecake”, ein heller, sehr saugfähiger Kuchen oder jeder andere helle Kuchen wird gewürfelt, dann in eine Schokoladenglasur getaucht und mit Kokosraspeln ummantelt. Dabei haben Schokoladenglasur und Kokosraspel niciht nur eine geschmackliche, sondern auch praktische Funktion: der Kuchen bleibt somit länger frisch.

Neuere Rezeptabwandlungen können auch eine Lamington-Füllung aus Sahne oder Marmelade beinhalten.

Der Kuchen wurde nach Charles Wallace Baillie, Lord Lamington, dem Gouverneur von Queensland von 1895  bis 1901, benannt. Die Kuchen wurden auf seinen anlässlichen Festen serviert. Man sagt, der Lord selber hätte die Küchlein gar nicht so sehr geschätzt (er nannte sie ” bloody poofy woolly biscuits”) und sein Koch habe die Lamingtons quasi als Möglichkeit, trocken gewordenen Kuchen noch mal neuen Glanz zu verleihen, kreiert.

Tipps für dieses Lamingtons RezeptLamingtons Rezept Recipe Australian cake Foodstyling kokoskuchen kinder kuchen würfel schokoglasur kokosnuss food photo bakefeed gourmet traveller feedfeed zuckerzimtundliebe backblog Lamingtons Rezept Recipe Australian cake Foodstyling kokoskuchen kinder kuchen würfel schokoglasur kokosnuss food photo bakefeed gourmet traveller feedfeed zuckerzimtundliebe backblog

  • Am besten lässt sich der Kuchen sauber würfeln und dann ebenso sauber in die Schokoladenglasur dippen, wenn er nicht ganz frisch aus dem Ofen kommt. Es wir also oft empfohlen, ihn am Vorabend zu backen, abkühlen zu lassen und dann in Frischhaltefolie (gerne im Kühlschrank) über Nacht zu lagern.
  • Die Kuchenwürfel nach dem Schneiden gerne mit einem Backpinsel abpinseln, so daß restliche Krümel entfernt werden, die sonst in die Schokoladenglasur rutschen könnten.
  • Wer möchte, kann den äußeren Kuchenrand vor dem Würfeln zunächst abschneiden. Mache ich nie, klappt auch so.
  • Der Kuchen saugt sich mit Schokolade voll, also bitte nur kurz in die Schokoladenmixtur stippen, sonst werden die Kuchenstücke zu weich.
  • Ich verwende gerne eine Gabel zum Schokodippen und passe auf, dass keine Kokosraspel daran kommen. Für das Wälzen in Kokosraspeln verwende ich eine zweite Gabel.
  • Wer die Kuchenwürfel mit Marmelade füllen will, kann entweder den ganzen Kuchen vor dem Würfeln halbieren und füllen oder aber jeden Kuchenwürfel horizontal halbieren und dann mit etwas (nicht zu viel) Marmelade versehen. Ich bevorzuge letztere Methode, denn meine Supergeradedurchschneidefähigkeiten eines ganzen Kuchens sind eher nicht so ausgeprägt. Finde es für jedes einzelne Kuchenstück leichter.
  • Ihr werdet Euch beim “Panieren” des Kuchens mit Schokolade und Kokos definitiv die Finger schmutzig machen, eventuell auch den Küchentisch mit in Leidenschaft ziehen. Am besten viele Gabeln bereithalten und Tücher zum Abwischen der Hände.

Lamingtons Rezept

Zutaten (für eine Brownieform 20x20cm):

Für den Lamingtons-Kuchenteig:

85g weiche Butter
150g Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
2 Eier (Gr. M), raumtemperiert
150g Weizenmehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
85ml Milch

Für die Glasur:

325g Puderzucker, gesiebt
30g dunkles (!) Backkakaopulver (bitte keinen süßen Trinkkakao verwenden)
175ml kochendes Wasser
55g geschmolzene Butter

außerdem:

200g Kokosraspel

Zubereitung:

Lamingtons-Kuchenteig (am besten am Vorabend zubereiten, siehe Tipps oben):

  1. Eine 20x20cm große Backform / Brownieform vorbereiten. Ich habe eine solche Form mit Hebeboden* Werbelink, so lassen sich Brownie und Co nach dem Backen einfacher aus der Form heben. Ich fette Boden und Seiten leicht, halbiere dann ein Backpapier der Länge nach und lege die beiden Backpapierstreifen so über Kreuz in die Form, dass die Seiten bedeckt sind.
  2. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  3. Butter, Zucker und Vanillezucker mit den Quirlen des Handmixers (*Werbelink) oder mit Eurer Küchenmaschine mehrere Minuten lang mixen.
  4. Die Eier eines nach dem anderen dazu geben und das zweite erst dann dazu mischen, wenn das vorherige gut vermengt ist. Sollte der Teig an dieser Stelle etwas grisselig werden, hilft es oft schon, einen Esslöffel des abgewogenen Mehls dazu zu geben.
  5. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Nun zunächst eine Hälfte davon über den Teig sieben und gemeinsam mit der Hälfte der Milch zum Teig mixen. Die zweite Hälfte Mehl und Milch ebenso dazu geben. Bitte hier nicht zu lange und dolle mixen sondern nur so lange, bis ein homogener Teig entstanden ist.
  6. Den Teig in die Form geben, leicht glatt streichen und ca. 25 Minuten lang auf mittlerer Schiene backen. Jeder Ofen backt anders, bitte selber mit Stäbchenprobe testen, ob er gar ist. Wenn nicht, einfach kurz weiterbacken. Er sollte jedoch nicht zu trocken werden.
  7. Den Kuchen abkühlen lassen und dann nach dem kompletten Auskühlen am besten über Nacht oder mehrere Stunden lang in Frischhaltefolie gewickelt lagern. Das Würfelschneiden und Dippen in Schokolade wird so um einiges erleichtert, glaubt mir.
  8. Am nächsten Tag den Kuchen in 16 (oder 9, wer größere Stücke bevorzugt) Würfel schneiden.

Schokoladenglasur:

  1. Puderzucker und Kakao mischen.
  2. Mit kochendem Wasser übergießen und die geschmolzene Butter ebenso glatt einrühren. Die Mixtur scheint recht flüssig, bitte nicht wundern. Die Lamingtonwürfel sollen dies etwas aufsaugen.

Zusammensetzen der Lamingtons:

  1. Jetzt muß alles schnell gehen, denn die Glasur wird sonst schnell fest. Am besten stellt man sich eine Art Lamingtons-Produktionsstraße zusammen aus den Würfeln, Schokoglasur (mit zwei Gabeln) und einem tiefen Teller mit Kokosnuss. Zu den Kokosrraspel sei angemerkt: ich habe mir angewöhnt, nicht gleich alle Raspel in den Teller zu geben, damit ich mal austauschen kann, sollte Schokolade in die Kokosflocken gekommen sein und diese verkleben.
  2. Kuchenwürfel entnehmen und von eventuellen Kuchenkrümeln befreien (ein solcher Backpinsel* Werbelink eignet sich hier hervorragend). Dann vorsichtig mithilfe einer Gabel kurz in die Schokolade dippen, so daß alle Seiten bedeckt sind. Leicht abtropfen lassen. Den Kuchen bitte nicht zu lange hierin verweilen lassen, er saugt sich sonst zu sehr voll und wird watschig.
  3. Dann sofort rundherum mit Kokosnuss versehen. Man kann sie darin wälzen oder auch erst mal damit berieseln lassen, jeder hat da so seine eigene Technik.
  4. Die Lamingtons nun auf ein Abtropfgitter geben und fest werden lassen.
  5. Mit den restlichen Kuchenwürfeln ebenso verfahren.

Es kann übrigens sein, dass zum Schluß etwas Schokladendip übrig bleibt. Man könnte beispielsweise Bananen oder anderes Obst hineindippen, wenn man möchte.

Fruchtige Abwandlung:

Man kann die Kuchenwürfel für eine fruchtige Füllung auch vor dem Dippen horizontal halbieren und mit etwas Marmelade bestreichen. Aber bitte nicht zu viel Marmelade einfüllen, sonst wird das Schokodippen schwierig.Lamingtons Rezept Recipe Australian cake Foodstyling kokoskuchen kinder kuchen würfel schokoglasur kokosnuss food photo bakefeed gourmet traveller feedfeed zuckerzimtundliebe backblog

 

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Lamingtons Rezept

Ein einfaches Rezept für Lamingtons - Kuchenwürfel mit Schokoladenglasur und Kokosraspeln Australischer Kuchen Kuchen für Kindergeburtstag Foodstyling Zuckerzimtundliebe Backblog
Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 50 Min.
Gericht einfacher Kuchen, Gebäck, Kuchen
Land & Region Australien, Neuseeland
Portionen 16 Stück
Kalorien 234 kcal

Zutaten
  

Für den Lamingtons-Kuchenteig:

  • 85 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 2 Eier (Gr. M) raumtemperiert
  • 150 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 85 ml Milch

Für die Glasur:

  • 325 g Puderzucker gesiebt
  • 30 g dunkles (!) Backkakaopulver (bitte keinen süßen Trinkkakao verwenden)
  • 175 ml kochendes Wasser
  • 55 g geschmolzene Butter

außerdem:

  • 200 g Kokosraspel

Anleitungen
 

Lamingtons-Kuchenteig:

  • Eine 20x20cm große Backform / Brownieform vorbereiten. Ich fette Boden und Seiten leicht, halbiere dann ein Backpapier der Länge nach und lege die beiden Backpapierstreifen so über Kreuz in die Form, dass die Seiten bedeckt sind.
  • Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Butter, Zucker und Vanillezucker mit den Quirlen des Handmixers oder mit Eurer Küchenmaschine mehrere Minuten lang mixen.
  • Die Eier eines nach dem anderen dazu geben und das zweite erst dann dazu mischen, wenn das vorherige gut vermengt ist. Sollte der Teig an dieser Stelle etwas grisselig werden, hilft es oft schon, einen Esslöffel des Mehls dazu zu geben.
  • Mehl, Backpulver und Salz mischen. Nun zunächst eine Hälfte davon über den Teig sieben und gemeinsam mit der Hälfte der Milch zum Teig mixen. Die zweite Hälfte Mehl und Milch ebenso einrühren. Bitte hier nicht zu lange und dolle mixen sondern nur so lange, bis ein homogener Teig entstanden ist.
  • Den Teig in die Form geben, leicht glatt streichen und ca. 25 Minuten lang backen. Jeder Ofen backt anders, bitte selber mit Stäbchenprobe testen, ob er gar ist. Wenn nicht, einfach kurz weiterbacken. Er sollte jedoch nicht zu trocken werden.
  • Den Kuchen abkühlen lassen und dann nach dem kompletten Auskühlen am besten über Nacht oder mehrere Stunden lang in Frischhaltefolie gewickelt lagern. Das Würfelschneiden und Dippen in Schokolade wird so um einiges erleichtert, glaubt mir.
  • Am nächsten Tag den Kuchen in 16 (oder 9, wer größere Stücke bevorzugt) Würfel schneiden.

Schokoladenglasur:

  • Puderzucker und Kakao mischen.
  • Mit kochendem Wasser übergießen und die geschmolzene Butter ebenso dazu geben. Alles verrühren. Die Mixtur scheint recht flüssig, bitte nicht wundern. Die Lamingtonwürfel sollen dies etwas aufsaugen.

Zusammensetzen der Lamingtons:

  • Jetzt muß alles schnell gehen, denn die Glasur wird sonst fest. Am besten stellt man sich eine Art Lamingtons-Produktionsstraße zusammen aus den Würfeln, Schokoglasur (mit zwei Gabeln) und einem tiefen Teller mit Kokosnuss. Zu den Kokosrraspel sei angemerkt: ich habe mir angewöhnt, nicht gleich alle Raspel in den Teller zu geben, damit ich mal austauschen kann, sollte Schokolade in die Kokosflocken gekommen sein und diese verkleben.
  • Kuchenwürfel vorsichtig mithilfe einer Gabel in die Schokolade dippen, so daß alle Seiten bedeckt sind. Leicht abtropfen lassen. Den Kuchen bitte nicht zu lange hierin verweilen lassen, er saugt sich sonst zu sehr voll und wird watschig. 
  • Dann sofort rundherum mit Kokosnuss versehen. Man kann sie darin wälzen oder auch erst mal damit berieseln lassen, jeder hat da so seine eigene Technik.
  • Die gedippten Lamingtons auf ein Abtropfgitter geben und fest werden lassen.
  • Mit den restlichen Kuchenwürfeln ebenso verfahren.

Notizen

  • Fruchtige Abwandlung:
Man kann die Kuchenwürfel für eine fruchtige Füllung auch vor dem Dippen horizontal halbieren und mit etwas Marmelade bestreichen.
  • Es kann sein, dass zum Schluß etwas Schokladendip übrig bleibt. Man könnte beispielsweise Bananen oder anderes Obst hineindippen, wenn man möchte. 
Keyword Lamingtons

Solltet Ihr das Rezept ausprobiert haben, freue ich mich dolle über Kommentare oder Fotos auf Instagram (am besten mit #zuckerzimtundliebe und @zuckerzimtundliebe taggen, damit ich es auch nicht übersehe).

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4 Kommentare

  • Antworten Lisa 11. September 2021 at 21:50

    Super tolles Rezept ! Mein Freund und seine Familie schwelkten in Erinnerungen an ihre Zeit in Australien.

  • Antworten Britta 15. April 2021 at 10:11

    Die Würfel waren der Knaller. Hab sie einen Tag vorher zubereitet, dann wären sie schön fest und durchgezogen zugleich.

  • Antworten S. 1. März 2021 at 19:45

    Hi Jeanny,
    just am Freitag habe ich Lamingtons gebacken, mit einer Konfitüren-Füllung hatte ich mich nicht getraut, ich dachte die Würfel halten nicht zusammen. Klappt das wirklich wenn Konfitüre dazwischen ist, ich fand das Eintauchen der Würfel ohne Füllung schon schwierig. Mein Guss war nur Puderzucker und Kakao, geschmeckt haben sie.

    Grüße S. Be.

    • Antworten Jeanny 2. März 2021 at 7:26

      Hallo S! Ja, das klappt (siehe Fotos :)). Wie beschrieben sollte man nicht zu viel Marmelade einfüllen. Am besten dann einfach auf eine Gabel legen und in den Schokoguss dippen.
      Hab einen feinen Tag

      Jeanny

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