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Apple Pie Rezept – eine gedeckte Apfeltarte

25. September 2021

Dieses Apple Pie Rezept bringt mir jedes Mal nebst duftender Küche & knusprigem Mürbeteig mit Obst- Tartegenuss einen großen Ohrwurm in den Alltag: “bye-bye, Miss American Pie” nämlich.

Apple Pie Rezept gedeckte Apfeltarte

Es gab schon Tage, an denen der Ohrwurm definitiv länger anhielt als es der Pie überlebte. Solltet ihr also Tipps haben, wie man Ohrwürmer schnell los wird, immer her damit. Ich bin ganz Ohr.

Was gibt es bei diesem Apple Pie Rezept zu beachten?

  • Immer, wenn ich hier Mürbeteig-Rezepte zeige, schreibe ich es tausendfach und habe schon Bange, es könnte euch nerven, aber: dieser Teig ist ein überaus kaltblütiges Geschöpf. Sehr kalte Butter, mega kaltes Wasser, wer mit Hand knetet am besten eiskaltes Händchen und das ganze wenn möglich zwischendurch immer mal im Kühlschrank parken sind das A und O. Wird die Butter weich, verklebt der Teig und wird nicht “flaky” und knusprig.
  • Am besten lässt sich der Pie-Teig mit einem sogenannten Food Processor mit Schneideeinsatz verarbeiten, und zwar förmlich in Sekundenschnelle. Auf keinen Fall bitte mit den Rührbesen des Handmixers arbeiten. Wer keinen Food Processor besitzt und per Hand arbeitet, verzwirbelt die super kalte Butter am besten zwischen den Fingern mit dem Mehl, bis die Butter nur noch erbsengroß ist, bevor flüssige Zutaten dazu kommen. Ab dann am besten nicht kneten sondern das ganze eher immer wieder zu einer Teigkugel zusammenpressen.
  • In den Teigdeckel obenauf unbedingt vor dem Backen kreuzförmig vier ca. 3 cm lange tiefe Schnitte mit dem Messer einritzen, damit der Dampf entweichen kann.
  • Die Form sollte im Durchmesser nicht größer als 23 oder 24cm sein. Zum einen reicht die Teigmenge sonst nicht, zum anderen hätte man zu wenige Äpfel und das ganze wird flach wie eine Flunder. Bitte nicht erschrecken: Wenn man die Äpfel einfüllt, sieht das erst sehr viel aus. Aber sie kochen ja noch ein.
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Welche Äpfel eignen sich für das Apple Pie Rezept oder Apfeltarte?

Generell empfehlen sich Äpfel, die leicht säuerlich sind. Der Boskop ist toll, aber auch Elstar oder Gravensteiner eignen sich für Tartes und Pies. Ich persönlich verwende gerne verschiedene Apfelsorten gleichzeitig für eine bunte Aromenvielfalt. Beispielsweise gerade auch den Apfel von meinem eigenen Apfelbaum, von dem ich leider nicht weiß, welcher Apfel es ist. Shame on me.

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Apple Pie Rezept – eine gedeckte Apfeltarte

Zutaten:

Für den Mürbeteig:

350g Mehl (plus etwas mehr zum Ausrollen)
1 Prise Salz
2 EL Zucker
250g sehr sehr kalte Butter in Würfeln (ca. 1cm groß)
2 Eigelbe (Gr. M) – Eiweiß bitte nicht entsorgen, wird noch gebraucht
80ml eiskaltes Wasser

Für die Apple Pie – Füllung:

1kg Äpfel, geschält, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten (gewogen nach dem Schälen etc.)
2 EL Zitronensaft
125g Zucker
2 EL Mehl
1 Prise Salz
2 EL Speisestärke
1/4 TL Zimt
40ml naturtrüber Apfelsaft

Zubereitung:

  1. Zunächst den Mürbeteig zubereiten. Hierfür Mehl, Salz und Zucker in die Rührschüssel eines Foodprocessors *Werbelink mit Schneideeinsatz geben (wer keinen Foodprocessor hat, knetet per Hand, Erklärung folgt gleich in Schritt 2). Die sehr kalten Butterwürfel dazu geben und ein paar mal durch”blitzen”, bis die Butterstücke gut ins Mehl eingearbeitet und nur noch erbsengroß sind. Bitte nicht wild und lange rühren oder mixen, dann würde nur eine klebrige Masse entstehen. Jetzt Eigelbe sowie eiskaltes Wasser dazu geben und nur noch kurz einschneiden, bis der Teig Form annimmt und zusammengedrückt werden kann. Aus dem Gerät holen, halbieren und zunächst zu zwei Teigkugeln, dann flachen Ziegeln formen und in Frischhaltefolie gepackt ca. 1 Stunde in den Kühlschrank geben
  2. Wer mit den Händen arbeitet: Den Teig auf keinen Fall mit den Quirlen des Mixers verkneten. Kalte Butterstücke auf der Mehl-Salz-Zucker-Mixtur verteilen und zwischen den Fingern ins Mehl zwirbeln. Wichtig ist, dass die Butter dabei nie weich und somit klebrig wird. Sind nur noch erbsengroße Butterstücke sichtbar, können Eiswasser und Eigelbe dazu kommen. Alles zu einem Teig verarbeiten, der allerdings nicht so aalglatt sein sollte wie bspw. Ausstechteig an Weihnachten. Am besten presst man den Teig nur zusammen, knetet nicht.
  3. Eine ca. 23cm oder 24cm große Pie- oder höhere Tarteform *Werbelink bereithalten, jedoch nicht fetten. Bitte keine größere Form verwenden, die Teigmenge reicht sonst nicht und die Apfelfüllung wird nicht hoch genug. Denn die Fülle kocht beim Backen ja noch ein und wird niedriger. Ich verwende gerne eine Tarte-Springform (aber unbedingt mit höherem Rand) mit herausnehmbarem Boden.
  4. Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  5. Jetzt die erste der beiden Teighälften aus dem Kühlschrank nehmen und per Nudelholz auf leicht bemehlter Unterlage so groß ausrollen, dass sowohl Boden als auch mindestens die Seiten der Form ausgekleidet werden können. Den Teig jetzt in die Form hieven, locker rein legen und überstehenden Rand erst mal ruhig stehen lassen. Den Boden mit etwas vom übrigen Eiweiß bepinseln. Die Form in den Kühlschrank geben.
  6. Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden und in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Zitronensaft, Zucker, Mehl, Salz, Stärke, Zimt und Apfelsaft vermengen und so kompakt & lückenlos wie möglich auf den Teigboden füllen. Bitte nicht erschrecken: Wenn man die Äpfel einfüllt, sieht das erst sehr viel aus. Aber sie kochen ja noch ein. Hätte man zu wenig Apfel darin, würde daraus eine sehr sehr flache Tarte.
  7. Sodann die zweite Teighälfte aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen und über die Apfelfüllung legen. Überstehende Teigränder des Bodens und des Pie-Deckels zusammenkneifen und entweder mit einer Schere abschneiden oder aber mit dem Nudelholz abrollen. Wichtig! Mit einem scharfen Messer kreuzweise vier (ca. 3cm große) Schlitze in den Teig schneiden, damit während des Backens Dampf entweichen kann. Aus dem übrigen Teig kann man noch rasch ein paar Blätter ausschneiden, wenn man den Pie dekorieren möchte.
  8. Ein Eiweiß mit etwas Wasser verquirlen und auf den Pie-Deckel pinseln. Eventuell ausgeschnittene Blätter obenauf legen und ebenfalls bepinseln. Alles mit etwas Zucker bestreuen und für ca. 45-50 Minuten in den Ofen geben. Die Äpfel sollten schön blubbern und der Teigdeckel gebräunt sein.
    Mein Tipp: Ich schiebe die Form gerne auf einem Backblech (statt Backgitter) in den Ofen, es könnte immer mal etwas Apfelkaramell herausblubbern und dann hätte man eine schlimme Backofenputzerei an der Backe.
    Bräunt der Apple Pie zu sehr, kann man nach einiger Zeit gerne etwas Alufolie darauf legen (ich habe für solche Fälle seit Jahren ein Stück Alufolie, das ich immer wieder verwende).
  9. Die Versuchung ist groß, den Apple Pie noch warm anzuschneiden, am besten lässt man ihn aber abkühlen, lässt sich dann einfacher schneiden.
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Apple Pie Rezept – eine gedeckte Apfeltarte

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Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 45 Min.
Kühlzeit Teig 1 Std.
Gericht Apfelkuchen, Gebäck, Kuchen
Land & Region Deutschland, USA
Portionen 10 Portionen

Equipment

  • Food Processor (optional aber sehr hilfreich)
  • Pie oder tiefe Tarte-Form (23 o. 24cm Durchmesser, bitte nicht größer)

Zutaten
  

Für den Mürbeteig:

  • 350 g Mehl plus etwas mehr zum Ausrollen
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Zucker
  • 250 g sehr sehr kalte Butter in Würfeln ca. 1cm groß
  • 2 Eigelbe Gr. M – Eiweiß bitte nicht wegwerfen
  • 80 ml eiskaltes Wasser

Für die Apple Pie – Füllung:

  • 1 kg Äpfel geschält, entkernt und in dünnen Scheiben (Gewicht nach dem Schälen etc.)
  • 2 EL Zitronensaft
  • 125 g Zucker
  • 2 EL Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Speisestärke
  • 1/4 TL Zimt
  • 40 ml naturtrüber Apfelsaft

Anleitungen
 

  • Zunächst den Mürbeteig zubereiten. Hierfür Mehl, Salz und Zucker in die Rührschüssel eines Foodprocessors mit Schneideeinsatz geben (wer keinen Foodprocessor hat, knetet per Hand, Erklärung folgt gleich in Schritt 2). Die sehr kalten Butterwürfel dazu geben und ein paar mal durch“blitzen“, bis die Butterstücke gut ins Mehl eingearbeitet und nur noch erbsengroß sind. Bitte nicht wild und lange rühren oder mixen, dann würde nur eine klebrige Masse entstehen. Jetzt Eigelbe und eiskaltes Wasser dazu geben und nur noch kurz einschneiden, bis der Teig Form annimmt und zusammengedrückt werden kann. Aus dem Gerät holen, halbieren und zunächst zu zwei Teigkugeln, dann flachen Ziegeln formen und in Frischhaltefolie gepackt ca. 1 Stunde in den Kühlschrank geben
  • Wer mit den Händen arbeitet: Den Teig auf keinen Fall mit den Quirlen des Mixers verkneten. Kalte Butterstücke auf der Mehl-Salz-Zucker-Mixtur verteilen und zwischen den Fingern ins Mehl zwirbeln. Wichtig ist, dass die Butter dabei nie weich und somit klebrig wird. Sind nur noch erbsengroße Butterstücke sichtbar, können Eiswasser und Eigelbe dazu kommen. Alles zu einem Teig verarbeiten, der allerdings nicht so aalglatt sein sollte wie bspw. Ausstechteig an Weihnachten. Am besten presst man den Teig nur zusammen, knetet nicht.
  • Eine ca. 23 oder 24cm große Pie- oder höhere Tarteform bereithalten, jedoch nicht fetten. Bitte keine größere Form verwenden, die Teigmenge reicht sonst nicht und die Apfelfüllung wird nicht hoch genug. Denn die Fülle kocht beim Backen ja noch ein und wird niedriger. Ich verwende gerne eine Tarte-Springform (aber unbedingt mit höherem Rand) mit herausnehmbarem Boden.
  • Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Jetzt die erste der beiden Teighälften aus dem Kühlschrank nehmen und per Nudelholz auf leicht bemehlter Unterlage so groß ausrollen, dass sowohl Boden als auch mindestens die Seiten der Form ausgekleidet werden können. Den Teig jetzt in die Form hieven, locker rein legen und überstehenden Rand erst mal ruhig stehen lassen. Den Boden mit etwas vom ungenutzten Eiweiß bepinseln. Die Form in den Kühlschrank geben.
  • Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden und in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Zitronensaft, Zucker, Mehl, Salz, Stärke, Zimt und Apfelsaft vermengen und so kompakt & lückenlos wie möglich auf den Teigboden füllen. Bitte nicht erschrecken: Wenn man die Äpfel einfüllt, sieht das erst sehr viel aus. Aber sie kochen ja noch ein. Hätte man zu wenig Apfel darin, würde daraus eine sehr sehr flache Tarte.
  • Sodann die zweite Teighälfte aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen und über die Apfelfüllung legen. Überstehende Teigränder des Bodens und des Pie-Deckels zusammenkneifen und entweder mit einer Schere abschneiden oder aber mit dem Nudelholz abrollen.
    WICHTIG! Mit einem scharfen Messer kreuzweise vier (ca. 3cm große) Schlitze in den Teig schneiden, damit während des Backens Dampf entweichen kann. Aus dem übrigen Teig kann man noch rasch ein paar Blätterausschneiden, wenn man den Pie dekorieren möchte. 
  • Ein Eiweiß mit etwas Wasser verquirlen und auf den Pie-Deckel pinseln. Eventuell ausgeschnittene Blätter obenauf legen und ebenfalls bepinseln. Alles mit etwas Zucker bestreuen und für ca. 45-50 Minuten in den Ofen geben. Die Äpfel sollten schön blubbern und der Teigdeckel gebräunt sein.
  • Mein Tipp: Ich schiebe die Form gerne auf einem Backblech (statt Backgitter) in den Ofen, es könnte immer mal etwas Apfelkaramell herausblubbern und dann hätte man eine schlimme Backofenputzerei an der Backe.
  • Bräunt der Apple Pie zu sehr, kann man nach einiger Zeit gerne etwas Alufolie darauf legen (ich habe für solche Fälle seit Jahren ein Stück Alufolie, das ich immer wieder verwende).
  • Die Versuchung ist groß, den Apple Pie noch warm anzuschneiden, am besten lässt man ihn aber abkühlen, lässt sich dann einfacher schneiden.

Notizen

Zum Apple Pie passen Vanilleeis, Nusseis oder Vanillesauce ganz hervorragend
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Solltet Ihr das Rezept ausprobiert haben, freue ich mich dolle über Kommentare oder Fotos auf Instagram (am besten mit #zuckerzimtundliebe und @zuckerzimtundliebe taggen, damit ich es auch nicht übersehe).

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3 Kommentare

  • Antworten Steph 2. Oktober 2021 at 17:16

    Liebe Jeanny, Jetzt habe ich mich endlich zum ersten Mal an einem Apple Pie getraut und frage mich, warum ich das nicht schon vorher gemacht habe. Köstlich ist er, ging hier weg wie wwrme Semmeln.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ein tolles Wochenende

  • Antworten Katharina 27. September 2021 at 10:15

    Grandioses Rezept, die Füllung ist sehr fruchtig, ohne zu weich geworden zu sein. Der Teig trotzdem schön knusprig (obwohl ich vergessen habe den Boden mit Eiklar zu bepinseln, nächstes Mal denke ich dran).
    Wird definitiv noch öfter gebacken.

    • Antworten Jeanny 30. September 2021 at 8:08

      Oh ich freu mich, Katharina. Tausend Dank fürs Nachbacken :)

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