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Zucker, Zimt und Liebe

Der deutsche Backblog mit einfachen Rezepten für Kuchen, Pies, Tartes, Cookies, Desserts und kulinarische Reisen

Aktuelle Seite: Start / Allgemein / Ein Rezept für zarte Marmor-Haselnuss-Madeleines mit (oder ohne) Chai-Glasur

Kategorie: Allgemein, Backen, Cookies, Frühstücken, Gebäck, Herbst, Küchengeschenke, Schokoladiges, Sonntagssüß, Soulfood, Weihnachten 5. November 2017

Ein Rezept für zarte Marmor-Haselnuss-Madeleines mit (oder ohne) Chai-Glasur

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Oh Ihr kleinen süssen Madeleine–Gebäckteilchen. Als hättet Ihr mich nicht schon durch Eure süsse Bärentatzen-Form zum Schmelzen gebracht, duftet Ihr auch noch noisettös und lockt mich wie einst Odysseus gegen einen Felsen zum Backofen. Man sagt ja, Madeleines schmecken am besten, wenn man sie am Tage des Backens verzehre. Ich habe diesen Rat sehr ernst genommen, denn ich bin ja ein sehr verantwortungsbewusster Mensch, und habe gemeinsam mit der Familie alle Marmor-Nuss-Madeleines an einem Tag gegessen. Nicht, dass uns jemand nachsagt, wir würden Gebäck-Angelegenheiten nicht ernst nehmen, gell.

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Madeleines sind zwar recht zart und fein, aber ein ziemlich gutes Zum-Kaffee-oder-Tee-Ding und sehr einstippbar, finde ich. Sie sind – ich möchte das nicht hinterm Ofen lassen – auch ziemlich leicht zu backen, aber wenn man es richtig machen möchte, braucht es einfach ein bisschen Zeit. Cool bleiben, viel Zeit im Kühlschrank für Teig, Form und schließlich für den Teig in Form ist hier gefragt. Ansonsten einfach nicht zu dolle viel mixen, auch wenn die Pferdestärken des Handmixers das theoretisch hergeben würden.

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Der Rest ist easypeasy. Einzig die vielen verschiedenen Madeleine-Form-Größen machen es ein bisschen tricky, hier ein Rezept festzuhalten. Es gibt größere Madeleine-Formen* und kleine* oder gar noch kleinere*. Je nachdem, wieviel Teig Eure Formen fassen, können weniger oder auch mehr Madeleines dabei herauskommen (was ja nichts schlimmes ist, nech). Wichtig ist: die Mulden sehr gründlich mit flüssiger Butter fetten, mit Mehl auskleiden und danach ein bisschen auf die Backzeit achten. Kleinere Madeleines benötigen weniger Zeit als größere, um gar zu werden. Wenn die Ränder gebräunt und schon leicht knusprig wirken und der Teig nicht mehr allzu feucht, kann man sie aus dem Ofen holen. Eventuell übrigen Teig einfach wieder in den Kühlschrank geben und eine zweite Runde in gereinigter und dann erneut gefetteter Form starten.

Hach, die kleinen Dinger sind so perfekt für einen Kaffeplausch mit der Freundin und Kleingebäck in Käffchen dippen. Und da ich hier auf dem Blog früher schon mal ein klassisches Madeleines-Rezept zeigte, habe ich Euch heute eines mit Haselnuss und Schokoteig gezaubert und die hübschen Teilchen dann noch in Chai-Glasur gedippt. Viel Freude damit!

Rezept für Marmor-Haselnuss-Madeleines oder Bärentatzen

(ergibt ca. 15 große mit 8cm Länge oder 20-24 kleine Madeleines mit je ca. 4-5 cm Länge, je nach Größe der Form)

Zutaten:

150g Butter
3 große Eier
150g Zucker
80g Mehl
80g fein gemahlene Haselnüsse (alternativ: Mandeln)
1 geh. EL Backkakaopulver

außerdem:

etwas mehr geschmolzene Butter und Mehl zum Vorbereiten der Form (*amazon partnerlink)

Für die Chai-Glasur (wer möchte):

1 EL Butter
3 EL Milch
1 Teebeutel Chai-Tee (bspw. diesen Beutel-Chaitee *Werbelink) (oder Tee-Ei mit Chai-Tee-Mischung)
200g Puderzucker

  1. Zunächst die Butter in einem Topf bei geringerer Temperatur langsam schmelzen lassen. Dann beiseite stellen, damit sie leicht abkühlt. Übrigens: wer möchte, kann dem Geschmack von originalen Madeleines sehr viel näher kommen, wenn er die Butter nicht nur schmelzen sondern auch leicht bräunen lässt. Das nennt man dann beurre noisette, denn die Butter erhält dadurch eine leicht nussige Note. Die Butter dann leicht abkühlen lassen, wir wollen ja nicht, dass sich die Eier gleich erschrecken.
  2. Die Eier mit dem Handrührgerät in einer Rührschüssel kurz verquirlen, dann den Zucker hinzufügen und alles mehrere Minuten lang mit dem Handrührgerät so lange mixen, bis sich eine helle, cremige, dickflüssigere Masse ergibt.
  3. Mehl sieben und gemeinsam mit den gemahlenen Haselnüssen zum Teig geben. Hier aber nur noch unterheben, nicht mehr wild mixen. Die Haselnüsse und Mehl sollten gerade so im Teig verteilt sein.
  4. Zum Schluß die Butter angießen und ebenfalls nur noch verrühren, bis keine Butterseen mehr zu sehen sind.
  5. Den Teig nun halbieren. Zu einer Hälfte das Kakaopulver geben und homogen vermischen. Beide Teige nun mit Frischhaltefolie abdecken oder direkt in zwei Spritzbeutel oder Gefrierbeutel füllen und für mindestens 2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank geben.
  6. Ca. 30 Minuten, bevor man die Teig aus der Kühlung befreit, wird die Backform *Amazon Partnerlink (bzw. die Formen wenn man mehrere mit kleineren Mulden benutzt) vorbereitet, indem man die Mulden inklusive aller kleinen Reliefs mit flüssiger Butter einpinselt und bemehlt. Überschüssiges Mehl dabei gut ausklopfen. Die Form für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  7. Beide Teige und die Form nun aus dem Kühlschrank holen und in Spritzbeutel oder Gefrierbeutel füllen. Die Ecken abschneiden und abwechselnd Teig in die Mulden geben. Das kann ruhig bis zur Oberkante der Mulden gehen, aber nicht darüber hinaus füllen. Der Teig wirkt jetzt recht zäh, keine Bange, er wird während des Backens ebenmässig verlaufen.
  8. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. So lange der Ofen vorheizt, können die Madeleines to be noch mal in den Kühlschrank. Dann ca. 11-15 Minuten lang backen (je nach Größe der einzelnen Madeleines, kleinere Madeleines etwas kürzer backen). Die Madeleines sollten an den Rändern leicht gebräunt sein und knusprig wirken, die Teigmitte nicht mehr allzu feucht. Bitte nicht zu lange im Ofen lassen, sie verlieren sonst ihre fluffyness.
  9. Kurz auskühlen lassen, dann stürzen. Sollten sich die Teilchen vehement an der Form festhalten, kann man vorsichtig die Ränder lösen und dann purzeln sie meistens von alleine heraus.
  10. Für die Chai-Glasur Butter in einem (am besten sehr) kleinen Topf schmelzen, dann die Milch hinzugeben und den Topf nach leichtem Erwärmen (bitte auf keinen Fall kochen lassen) vom Herd nehmen. Den Teebeutel in die Flüssigkeit geben und dort ca. 4 Minuten lang ziehen lassen. Dann den Beutel leicht ausdrücken und entfernen. Puderzucker gut unter die Chai-Milch mischen und so lange rühren, bis sich eine streichfähige Glasur ergibt.Ist Euch die Glasur zu flüssig, einfach mehr Puderzucker beimengen. Ist sie zu dickflüssig, etwas Milch hinzufügen.

Zubereitung:

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Natürlich kann man die Teilchen auch mit Schokoladenguss oder einfachem Zuckerguss krönen oder gar pura natura genießen.

Hier das einfache Madeleines-Rezept noch mal zum Ausdrucken:

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Rezept für Haselnuss-Marmor-Madeleines mit Chai-Glasur

Ein leckeres und einfaches Rezept für Madeleines mal als Haselnuss-Kakao-Marmor Madeleines mit Chai Glasur. Ein feines französisches Gebäck-Rezept von www.zuckerzimtundliebe.de
Rezept ausdrucken Pin Recipe
Vorbereitungszeit 20 Minuten Min.
Zubereitungszeit 30 Minuten Min.
Abkühlzeit 30 Minuten Min.
Gesamtzeit 50 Minuten Min.
Gericht Dessert, Gebäck, Kaffee, Käsekuchen, Nachtisch
Küche Deutschland, Frankreich
Portionen 4 Personen
Kalorien 280 kcal

Zutaten
  

  • 150 g Butter
  • 3 große Eier
  • 150 g Zucker
  • 80 g Mehl
  • 80 g fein gemahlene (am besten geröstete) Haselnüsse
  • 1 geh. EL Backkakaopulver

außerdem

  • etwas mehr geschmolzene Butter und Mehl zum Vorbereiten der Form

Für die Chai-Glasur

  • 1 EL Butter
  • 3 EL Milch
  • 1 Beutel Chai-Tee
  • 200 g Puderzucker, gesiebt

Zubereitung
 

  • Zunächst die Butter in einem Topf bei geringerer Temperatur langsam schmelzen lassen. Dann beiseite stellen, damit sie leicht abkühlt. Übrigens: wer möchte, kann dem Geschmack von originalen Madeleines sehr viel näher kommen, wenn er die Butter nicht nur schmelzen sondern auch leicht bräunen lässt. Das nennt man dann beurre noisette, denn die Butter erhält dadurch eine leicht nussige Note. Die Butter dann leicht abkühlen lassen, wir wollen ja nicht, dass sich die Eier gleich erschrecken.
  • Die Eier mit dem Handrührgerät in einer Rührschüssel kurz verquirlen, dann den Zucker hinzufügen und alles mehrere Minuten lang mit dem Handrührgerät so lange mixen, bis sich eine helle, cremige, dickflüssigere Masse ergibt.
  • Mehl sieben und gemeinsam mit den gemahlenen Haselnüssen zum Teig geben. Hier aber nur noch unterheben, nicht mehr wild mixen. Die Haselnüsse und Mehl sollten gerade so im Teig verteilt sein.
  • Zum Schluß die Butter angießen und ebenfalls nur noch verrühren, bis keine Butterseen mehr zu sehen sind.
  • Den Teig nun halbieren. Zu einer Hälfte das Kakaopulver geben und homogen vermischen. Beide Teige nun mit Frischhaltefolie abdecken oder direkt in zwei Spritzbeutel oder Gefrierbeutel füllen und für mindestens 2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank geben.
  • Ca. 30 Minuten, bevor man die Teig aus der Kühlung befreit, wird die Backform (bzw. die Formen wenn man mehrere mit kleineren Mulden benutzt) vorbereitet, indem man die Mulden inklusive aller kleinen Reliefs mit flüssiger Butter einpinselt und bemehlt. Überschüssiges Mehl dabei gut ausklopfen. Die Form für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Beide Teige und die Form nun aus dem Kühlschrank holen und in Spritzbeutel oder Gefrierbeutel füllen. Die Ecken abschneiden und abwechselnd Teig in die Mulden geben. Diese sollten nicht höher als zu 3/4 gefüllt werden. Der Teig wirkt jetzt recht zäh, keine Bange, er wird während des Backens ebenmässig verlaufen.
  • Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. So lange der Ofen vorheizt, können die Madeleines to be noch mal in den Kühlschrank. Dann ca. 11-15 Minuten lang backen (je nach Größe der einzelnen Madeleines, kleinere Madeleines etwas kürzer backen). Die Madeleines sollten an den Rändern leicht gebräunt sein und knusprig wirken, die Teigmitte nicht mehr allzu feucht. Bitte nicht zu lange im Ofen lassen, sie verlieren sonst ihre fluffyness.
  • Kurz auskühlen lassen, dann stürzen. Sollten sich die Teilchen vehement an der Form festhalten, kann man vorsichtig die Ränder lösen und dann purzeln sie meistens von alleine heraus.
  • Für die Chai-Glasur Butter in einem (am besten sehr) kleinen Topf schmelzen, dann die Milch hinzugeben und den Topf nach leichtem Erwärmen (bitte auf keinen Fall kochen lassen) vom Herd nehmen. Den Teebeutel in die Flüssigkeit geben und dort ca. 4 Minuten lang ziehen lassen. Dann den Beutel leicht ausdrücken und entfernen. Puderzucker gut unter die Chai-Milch mischen und so lange rühren, bis sich eine streichfähige Glasur ergibt.
    Ist Euch die Glasur zu flüssig, einfach mehr Puderzucker beimengen. Ist sie zu dickflüssig, etwas Milch hinzufügen. Die Madeleines nun mit der schönen Seite in die Glasur dippen und überflüssige Glasur abtropfen. Dann kurz trocknen lassen. 
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Übrigens habe ich die Chai-Glasur-Rezeptur schon bei diesen Amerikanern oder dieser riesigen Zimtschnecke aus der Pfanne verwendet, solltet Ihr jetzt Chai Jieper bekommen.

Habt einen wundervollen Sonntag Ihr lieben!
Eure Jeanny

*Amazon Partnerlink bedeutet, dass ich – solltet Ihr einer meiner Produktempfehlungen folgen und kaufen – von dem Gewinn etwas Verkaufsprovision erhalte. Aber versprochen: Davon kaufe ich mir nicht nur Süssigkeiten. Ich investiere in Backzutaten und -Geräte sowie Fotozeug, um Euch hier weiterhin schöne Rezepte zeigen zu können. 

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Posted In: Allgemein, Backen, Cookies, Frühstücken, Gebäck, Herbst, Küchengeschenke, Schokoladiges, Sonntagssüß, Soulfood, Weihnachten · Tagged: Backen, Backrezept, Cookies, Gebäck, Haselnüsse, Kakao, Kekse, Madeleines, Marmorkuchen, Nussiges, Schokolade, Sonntagssuess

Kommentare

  1. Jana Frei meint

    19. Mai 2020 um 4:39

    Hi liebe jeanny, vorab vielen Dank für deine gewaltig guten Rezepte.
    Kann ich das rezept auch für muffin verwenden?
    Lg

    Antworten
    • Jeanny meint

      19. Mai 2020 um 10:16

      Hallo Jana, denke schon. Mußt mal schauen, wie die Backzeit hier ist, wird definitiv länger sein.
      Feinen Tag Dir
      Jeanny

      Antworten
  2. Isabelle meint

    13. November 2017 um 11:36

    Mmmmh! Ein Träumchen!

    Liebste Grüße,

    Isabelle

    Antworten
  3. Toni meint

    9. November 2017 um 11:02

    Die Chai-Glasur hört sich soooo toll an, die muss ich unbedingt mal ausprobieren! ❤
    Liebe Grüße aus München,
    Toni

    Antworten
  4. Veronika meint

    8. November 2017 um 16:08

    Tolles Rezept und diese Chai Glasur klingt interessant! Ich denke ich muss mir eine Madeleines Form bestellen!

    Antworten
  5. Milena meint

    7. November 2017 um 10:27

    OhhhOhhhOhhhh!! Sehen die lecker aus!!! Muhaaa, die muss ich gleich Nachbacken!!!

    Antworten
  6. Kathy Loves meint

    5. November 2017 um 21:24

    Die sehen aber lecker aus!! Eine Madeleines Form fehlt mir noch…

    Liebe Grüße
    Kathy

    Antworten
    • Jeanny meint

      6. November 2017 um 6:55

      Aber dann husch auf die Weihnachtswunschliste :)

      Antworten

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Hello! Ich heiße Jeanny, ich bin Foodbloggerin und Kochbuchautorin, Kuchenenthusiastin, kulinarisch Reisende. Viel Freude mit meinen Rezepten für Kuchen, Desserts, Torten, Tartes, Pies und Stullen. Außerdem hier zu finden: Fernweh-Futter für kulinarische Reisen.

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