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Bread-and-Butter-Pudding aus Kürbisstuten, Aprikosenmarmelade und Schokoladenstückchen

4. November 2012

Rezept_BreadandbutterpuddingMeinen ersten Bread-and-Butter-Pudding hatte ich im Weißen Haus in Hamburg, als Tim Mälzer dort noch den Kochlöffel schwang und meine Freundin Frauke und ich mal eine kulinarische Sause nach Hamburg unternahmen.
Ein Überraschungsmenü sollte uns dort erwarten und ich fand die Wortkombination Brot + Butter + Pudding schon sehr – vorsichtig ausgedrückt – überraschend. Und neu. Aber er schmeckte hervorragend! Erinnerte ein wenig an Arme Ritter, obgleich man sich danach eher reichhaltig genährt fühlt.
Und beim Durchsehen alter Fotos dieses wundervollen Tages in Hamburg erinnerte ich mich an dieses wundervolle Menü und bekam ein Speichelflussinvolviertes Bread-and-Butter-Pudding-Déjàvu.
Schnappte meinen Einkaufskorb, einen ganz schön dicken Mantel und Schal und marschierte sofort zum Bäcker meines Vertrauens. Breadandbutter-Pudding Rezept (mit Aprikosenmarmelade)In der Küche wild gerührt, bestrichen, begossen, gebacken und alle stürzten sich sofort auf das leckere Teilchen. Ofenwarm. Jeder hatte noch ein zwei Einfälle, was das Genusserlebnis wohl eventuell noch toppen könnte: Vanilleeis, Vanillesauce, kandierte Nüsse, Frischkäsefrosting, noch größere Löffel. Innerhalb von 5 Minuten war die halbe Auflaufform leer – und wir hingegen ganz schön voll. Kerzen angezündet, gelesen, uns eine Weile lang nicht vom Sofa wegbewegt. Jedes mal, wenn wir an der Form vorbeigingen, mit einem kleinen Löffel heimlich noch mal was davon genascht.
Ein Traumdessert oder Traumfrühstück. Soulfood, wie es im Buche steht und so vielfältig abwandelbar. Statt des Kürbisstuten kann man Brioche, Hefezopf, Croissants oder gar Panettone nehmen, jede Marmelade oder frische Beeren sind denkbar. Die Eiermasse kann weihnachtlich mit Lebkuchengewürz, Zimt oder Kardamom verfeinert werden. Nüsse, Eis oder Vanillesaucen können die Leckerei toppen. Hier nur eine Variante von vielen – meine Lieblingsvariante.

Aprikosen Bread and Butter Pudding mit Aprikosenmarmelade, Kürbisstuten und Schokoladenstückchen
(reicht für ganz schön viele Personen, meine hier verwendete Auflaufform hat die Maße 20 x 28cm)

etwas Butter zum Einfetten der Form
1 großes Stück Kürbisstuten, Hefezopf oder Brioche, in dicke Scheiben geschnitten
300 ml Milch
400 ml Sahne
4 Eigelbe
3 EL Zucker
(evtl. 1 EL Grand Marnier)
1 ausgekratzte Vanilleschote
Aprikosenmarmelade, ca. 1 EL pro Brotscheibe
70g grob gehackte Lieblingsschokolade (oder Backschokoladen-Tröpfchen)

1.) Milch und Sahne bis kurz vor dem Kochen erhitzen. Dann von der Platte nehmen.
2.) Eigelbe und Zucker in einer anderen Schale mischen, die heiße Milch darüber geben. Die entstandene Eimasse beiseite stellen.
3.) Eine Auflaufform gut einbuttern. Die Kürbisstuten- oder Briochescheiben mit je 1 EL Aprikosenmarmelade bestreichen und in die vorbereitete Form einschichten.
4.) Schokolade darüber geben, dann die Eimasse über das gesamte Dessert gießen. Eine halbe Stunde abgedeckt im Kühlschrank stehen lassen und dann im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze 30 Minuten lang backen.
5.) Aus dem Ofen holen, nach Lust und Laune eventuell mit Puderzucker bestreuen und noch warm genießen.

Ein einfaches Gericht, das so lecker schmeckt, ist ganz nach meinem Geschmack!
All the love in the universe,

Jeanny

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Keine Kommentare

  • Antworten Larissa 4. November 2012 at 11:37

    Oyes! Ich habe ein paar Monate in England gelebt und in meiner Familie gab es Bread and Butter Pudding fast jeden Sonntag! Aber nicht mit Schoki :) Super Rezept, vielen Dank!

    XOXO, Larissa

  • Antworten Tina 4. November 2012 at 11:39

    Hallo liebe Jeannie, im nächsten Leben will ich unbedingt Deine Nachbarin sein, können wir das so einrichten? Ich bring auch den Kaffee mit und die neue Gala <3

    Leckerleckerleckervonjeannyderkleinenmissbäcker!
    Liebe Grüße,

    Tina

  • Antworten Monika 4. November 2012 at 11:42

    Armer Ritter müsste man sein. Wenn es so was zu essen gibt, würde ich mich sogar auf eine modrige Burg begeben :)
    Tolles Foto, Jeanny, aber das weißt Du ja sowieso.

    Kuss aus München!
    Moni

  • Antworten Saskia 4. November 2012 at 11:49

    Hallo Jeanny, Stuten mußte ich gerade erst mal googlen :) Ich würde das Rezept wahrscheinlich durch Erdbeermarmelade ersetzen, aber es klingt fantastisch. Vielen Dank!
    Ich wünsche Dir einen sonnigen Sonntag,
    Sassi

    • Antworten Jeanny 4. November 2012 at 12:50

      Ja, mit Erdbeermarmelade oder gar frischen Erdbeeren zusätzlich ist sicher ein Traum <3

      Liebe Grüsse!
      Jeanny

  • Antworten Fee 4. November 2012 at 11:50

    Jetzt bin ich aber schon ein bisschen verwirrt, dass da so wenig Butter drin ist :)! Aber lecker klingt es…

    • Antworten Jeanny 4. November 2012 at 12:49

      Huhu Fee, Form seeehr grosszügig mit Butter auskleiden 😉 man kann die Brotscheiben auch vor der Aprikosenkur noch mit ordentlich Butter bestreichen 😉

      Schönen Sonntag!
      Jeanny

  • Antworten Schwiegermutter 4. November 2012 at 11:53

    Super lecker! Ich liebe Breadpudding, in Dubai kriegt man den öfter beim Brunch serviert…aber nie mit Schokoldade! Das ist mein neuer Geheimtipp…

  • Antworten vanessa 4. November 2012 at 11:58

    Wie gut das ich gestern Abend noch zwei dicke Hefezöpfe gebacken haben :) och das nenne ich eine Sonntagsbeschäftigung !!!! Seeeehr gut :)

    Liebe Jeanny du bist eine Bereicherung nicht nur für mich dank deinen tollen Rezepten sondern auch für meine Familie und Freunden denn die sind meine Versuchskaninchen :)
    <3 bitte niiiiiieeee aufhören <3

    • Antworten Jeanny 4. November 2012 at 12:47

      Tausend Dank für diesen lieben Kommentar, die Sonne geht auf 😉

      Habt einen schönen Sonntag <3
      Jeanny

  • Antworten Ann-Katrin 4. November 2012 at 12:14

    Bread-Pudding ist wirklich etwas ganz, ganz Feines! Und deiner ist ja sozusagen eine Deluxe-Version davon ! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er zum Reinlegen gut war :) Und ein Dessert zum Frühstück…was will man mehr?

    Liebe Grüße, Ann-Katrin
    von penneimtopf.blogspot.de

  • Antworten Dani vom klitzeklein(en) Blog 4. November 2012 at 12:17

    huiii, völlig in die bildchen verknallt frollein!
    ick froi mich so auf dich,
    die mademoiselle im kartoffelsuits.

    • Antworten Jeanny 4. November 2012 at 12:39

      Liebe Dani, ich habe mir passend zum Kartoffel-Style einen alten Mehlsack bestellt. We are the Sacks 😉 with lipstick <3

      Freu mich 😉
      J

  • Antworten nicolemarionjung 4. November 2012 at 13:05

    Liebe Jeanny,
    ein ebenfalls von mir längs vergessenes Rezept: werde ich auf jeden Fall zur Freude meiner Kinder die Tage machen:-)Statt Aprikosenmarmelade, mag hier Keiner, werde ich meine leckere Kürbismarmelade nehmen!

    Schönen Sonntag,
    Deine Nicole

  • Antworten nike 4. November 2012 at 14:57

    mmmhhh, mir läuft das wasser im mund zusammen, da schau ich doch gleich mal, was mein pumpkin monkey bread teig macht …

  • Antworten Frau Nord 4. November 2012 at 15:28

    ich lieeebe ja french toast und das hier könnte denen echt den rang ablaufen am sonntagmorgen. mmmh! LG, frau nord

  • Antworten Suse 4. November 2012 at 15:28

    Oute ich mich jetzt, wenn ich frage, was KÜRBISSTUTEN sind? Kürbisbrot?
    Die Bilder sind schon zum Reinlegen, wie muß es dann erst schmecken????

    Liebe Sonntagsgrüße
    Suse

    • Antworten Jeanny 4. November 2012 at 16:34

      Hallo 😉 vielleicht ist das norddeutsch, entschuldige bitte).
      Kürbisstuten ist eine Art Hefezopf mit Kürbis.

      Hab einen schönen Restsonntag!

      Jeanny

  • Antworten Mrs. Mohntag (@Mohntag) 4. November 2012 at 15:31

    Oh, ich liebe das! Bei uns nennt sich diese Leckerei Ofenschlupfer und ist zusätzlich noch mit in Spalten geschnittenen Äpfeln verfeinert <3

  • Antworten barbara 4. November 2012 at 16:32

    Das klingt soo verlockend!! Für heute hab ich zwar mein Back- und Experimentierfieber schon befriedigt, aber so was geht doch auch morgen zum Mittagessen, oder ;-)?!
    Liebe Grüße
    barbara

  • Antworten Melanie 4. November 2012 at 16:35

    HI jeanny !

    Das hört sich zum Niederknien an… Ich liebe deine Rezepte…
    Ich denke das wird kommendes Wochenenden zum Brunch gereicht..!

    Deine Bilder lieb ich übrigens auuuuuch … *schmacht*

    Lieben Gruß aus Wien, Melanie

    (PS: Weißt du schon wann Shoot the Food in Wien sein wird?)

  • Antworten Julchens Rock a Hula Bakehouse 4. November 2012 at 21:43

    Soulfood – genau das richtige für diese Jahreszeit! Sieht umwerfend lecker aus!
    Grüße aus dem Rock a Hula Bakehouse,
    cheers Julchen

  • Antworten Catrin 4. November 2012 at 22:01

    Mh ja das hört sich super lecker an – bis auf den Moment wo die Aprikosen Marmelade ins Spiel kommt (ich kann Aprikosenmarmelade nícht leiden)

    Was meinst du, womit könnte ich sie denn ersetzten?
    Irgendwie stelle ich mir was Beeriges nicht sooo toll vor…

    LG Catrin

    • Antworten Jeanny 4. November 2012 at 22:08

      Hallo Catrin,
      wenn Du die Marmelade nicht magst, kannst Du – wie klassisch so vorgesehen – die Brotscheiben einfach mit Butter bestreichen und einschichten. Schokolade, Rosinen oder obst dazu, Eimasse darüber und ab in den Ofen 😉
      Liebe Grüsse und hab eine schöne Woche,

      Jeanny

  • Antworten Saskia 5. November 2012 at 7:24

    Wow lecker…ich möchte gerne auch mit einem dicken großen Löffel naschen 😉

    Saskia ♥

  • Antworten Julie 5. November 2012 at 8:15

    ich brauche unbedingt einen bäcker mit kürbisstuten, sagst du ihm, er soll hier eine filiale aufmachen? einen stammgast hat er schon :)

  • Antworten ratzelfummel 7. November 2012 at 10:54

    Liebe Jeanny, ich verfolge deinen Blog schon länger und habe auch schon einige Sachen nachgebacken. Wow dieses Rezept ist spitze. Mein Vater war bei den Amis im Berliner Westen stationiert und er durfte gestern bei mir naschen. Respekt! Ein super tolles Rezept, danke! Auch von ihm. 😉 Ich habe das ganze mit Brioche gemacht, Kürbisstuten ist nicht so bekannt in Berlin (ich musste auch erstmal googeln was das sein soll *lach*).

    Weiter so! LG, Sonja

  • Antworten Stadt der Engel 7. November 2012 at 15:32

    Läcker Kombination. Hab’ ich mir gleich notiert …..

    LG
    ~Anja~

  • Antworten Frau Ziii 9. November 2012 at 1:54

    Bei uns in Österreich heißt das Gericht “Scheiterhaufen”. Da kommen statt Marmelade auch oft Früchte, bevorzugt Äpfel, rein. Geht aber auch mit Kirschen oder ganz ohne.
    Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii
    PS: Sehr schöne Fotos… wie immer halt :-)

  • Antworten Natalie im Holunderweg 10. November 2012 at 12:52

    Das klingt ja super lecker! ich liebe süße Brotaufläufe. Bisher habe ich mich noch nie getraut, etwas Süßes mit Kürbis zu backen oder zu kochen. Aber ich glaube, das wird mein erster Versuch!
    Liebe Grüße
    Natalie

  • Antworten Anne's Kitchen 19. November 2012 at 11:21

    Na das nenn ich mal ne schöne Variation des Britischen Klassikers! Ich muß gestehen daß ich nicht so ein großer Bread and Butter Pudding Fan bin, obschon ich in London lebe und ich mich als fast Britisch betrachte. Aber irgendwie ist dieses Dessert immer etwas zu trocken, zu langweilig oder zu Brot-ig. Deine Version klingt hingegen himmlich. Thumbs up my dear, you’ll be an honorary Brit very soon :-)

  • Antworten marleen 13. Dezember 2012 at 15:48

    Das habe ich noch nie gegessen! Sieht auch eher aus wie Brot oder besser- ein Hefezopf. Aber darum geht es ja um Variationen =)

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