Tortenring wenn möglich, Springformrand geht aber auch
Zutaten
Für die Pudding-Füllung:
500mlVollmilch
1Packung Puddingpulverzum Kochen
100gZucker
225gweiche Butter
Für den Brandteig:
75mlVollmilch
75mlWasser
75gweiche Butter in Würfeln
1Prise Salz
1ELZucker
100gMehl
3-4EierGr. M, raumtemperiert
Außerdem:
Puderzucker
Zubereitung
Puddingfüllung, Teil 1
10 Esslöffel der abgemessenen Milch entnehmen.
Puddingpulver und Zucker in einer kleinen Schüssel vermischen. Die 10 Esslöffel Milch unter heftigem Rühren mit dem Schneebesen dazu geben, so dass keine Klümpchen entstehen.
Restliche Milch in einem kleinen Topf auf dem Kochfeld zum Sieden bringen, dann vom Kochfeld ziehen und die angerührte Puddingmixtur einrühren. Den Topf jetzt wieder erwärmen, in etwa auf mittlerer Temperatur und ständig weiter rühren, bis ein dicklicher Pudding entsteht. Bitte keinen Meter vom Herd entfernen, der Pudding brennt euch sonst an.
Sodann den Pudding in eine Schale füllen, die Oberfläche luftdicht mit Frischhaltefolie abdecken und bei Raumtemperatur langsam abkühlen lassen. Ziel ist es, dass Pudding und Butter später die gleiche Temperatur haben, damit sie sich gut verbinden. Daher am besten nicht im Kühlschrank platzieren, dort würde der Pudding zu kalt.
Tortenböden aus Brandteig:
Zwei Springformen mit etwa 23cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, die Ränder leicht mit weicher Butter fetten. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen, ein Backgitter auf mittlerer Schiene in den Ofen geben.
Milch, Wasser, Butterwürfel, Salz und Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Dann sofort von der Herdplatte ziehen und das ganze (wirklich alles) Mehl reinkippen, während die andere Hand Kochlöffel haltend wild rührt, als handele es sich um eine olympische Disziplin.
Der Topf kommt bei reduzierter Hitze zurück auf den Herd und dort rührt man so lange weiter, bis sich der Teig zu einem Kloß formt, von den Rändern löst und nach und nach einen weißen Stärke-Film auf dem Topfboden hinterlässt. Dazu kann man ihn hin und herdrehen, immer wieder wenden und drehen, immer wieder leicht gen Topfboden flach andrücken. Der Teig trocknet so aus, die Stärke des Mehls wird verkleistert. Der Schritt ist immens wichtig, wird der Teig nicht richtig abgebrannt, wird er sich später nicht so schön wölben.
Den Teig in die Rührschüssel eurer Küchenmaschine oder aber normale Rührschüssel geben, wer mit Handmixer arbeitet. Er muss jetzt kurz (ca. 10 Minuten lang) abkühlen, damit die Eier nicht in Schockstarre verfallen.
Jetzt ein Ei nach dem anderen zum Teig geben und mit dem Rührelement von Küchenmaschine oder Mixer in den Teig einarbeiten. Wirkt zunächst so, als würden sich beide Elemente niemals nicht vertragen, aber das wird. Eier sind nicht alle gleich groß, daher sollte man nach Ei Numero 3 überlegen, ob ein viertes hinzu kommt. Der Teig sollte reißend vom Rührer fallen. Ist er noch zu starr, Ei Numero 4 dazu geben.
Den Teig auf beide Springformen aufteilen, dabei nicht unbedingt ganz glatt streichen, die wilden Formen machen den bergigen Kuchen ja aus und ca. 25 Minuten lang nebeneinander backen, ohne zwischendrin die Ofentür zu öffnen. Das ist nämlich verboten. Beide Böden sollten schön gebräunt sein. Aus dem Ofen nehmen und bei Raumtemperatur vollständig abkühlen lassen.
Puddingfüllung, Teil 2:
Weiche Butter mit dem Handmixer hell und cremig aufschlagen.
Jetzt peu a peu ein Esslöffel nach dem anderen den zimmertemperierten Pudding dazu geben und kurz einmixen, bevor der nächste Löffel dazu kommt.
Einen der beiden Böden auf einen Kuchenteller geben und wenn er zu bergig ist, einfach leicht mit den Händen flach drücken, aber nur sachte. Ganz platt sollte er nicht werden. Am besten spannt man jetzt einen Tortenring oder alternativ einen Springformrand darum. Die Puddingfüllung darauf geben und ebenmässig verteilen.
Zuletzt den zweiten Boden obenauf geben und den Karpatka Windbeutelkuchen mindestens 4 Stunden lang in den Kühlschrank geben.
Die Karpatka nun vorsichtig mit einer Winkelpalette oder einem langen Messer vom Rand lösen (am besten wäre übrigens das Verwenden einer sogenannten Tortenrandfolie, hatte aber gerade keine). Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Notizen
Der Kuchen kann auch in zwei 20cm großen Formen gebacken werden, dann wird allerdings die Füllung höher. Sage es nur, falls jemand keine anderen Springformen besitzt. Größere Formen als im Rezept angegeben würde ich hier nicht verwenden, ohne die Mengen analog anzupassen. Der Kuchen sollte am besten am Tag des Backens verzehrt werden. Zwar hält ein Kühlschrank die Füllung auch noch zwei Tage lang frisch, die Windbeutel-Böden weichen jedoch unschön durch.