Zunächst den Tarte-Teig zubereiten. Hierfür Mehl, Zucker und eine Prise Salz in eine Rührschüssel geben oder aber in einen Foodprocessor. Ich liebe es, Mürbeteig mit dem Foodprocessor (mit Schneideeinsatz) zuzubereiten, denn es geht hiermit nicht nur schneller, sondern die Butter wird zudem nicht weich.
Die sehr kalte Butter entweder in ca. 1,5cm große Würfel schneiden oder aber mit einer groben Reibe raspeln. Die Butter darf dabei nicht weich werden, also schnell arbeiten. Sollte es durch die Wärme der Hände doch geschehen, dass die Butter weich wird, sollte man sie noch mal kurz in den Kühlschrank stellen. Butterwürfel oder -raspel dann flugs zur Mehlmixtur geben und sie entweder im Foodprocessor mit Schneideeinsatz 3-4 Sekunden lang ins Mehl schneiden oder aber mit den Händen bzw. einem Teigmischer*Partnerlink rasch ins Mehl einarbeiten. Auch hier gilt: Wird die Butter zu weich, würde der Teig zu klebrig. Also nur so lange zwischen den Fingern ins Mehl verarbeiten, bis kleine erbsengroße Mehl-Butter-Kügelchen entstehen. Lieber noch kleine Butterstückchen im Teig sehen als ihn zu stark zu mixen und klebrig werden zu lassen ist die Devise. Der Teig darf nach dem Kneten nicht so aalglatt Musterschülerhaft daherkommen wie etwa Plätzchenteig in der Vorweihnachtszeit.
Nun den Joghurt dazu geben und rasch vermengen. Zuletzt das eiskalte Wasser einmischen und immer nur so kurz mit den Händen oder Foodprocessor mixen, bis alles homogen ist. Den Teig nun mit den Händen zusammen pressen und zu einer Kugel formen. Mit den Händen leicht ziegelartig flach drücken – das erleichtert das Ausrollen später – und luftdicht verpackt für ca. eine halbe Stunde lang im Kühlschrank platzieren.
Eine Tarteform (ca. 24cm Durchmesser) bereithalten und leicht fetten. Ich nutze hier gerne Tarteformen mit Hebeboden. Wer möchte oder keine Tarteform in seinem Küchenschrank findet, kann das Rezept übrigens auch ganz ohne Form backen, dann wird daraus eine Galette.
Den Teig kreisförmig dünn ausrollen. Macht euch keinen Kopf, wenn daraus kein perfekter, konzentrischer Teigkreis entsteht. Das hier ist eine sehr rustikale Kuchenangelegenheit. Der Kreis sollte größer sein, als der Durchmesser der Backform inklusive des Randes, denn ein Teil des Teigs wird später über die Apfelscheiben geklappt. Jetzt kann man den Teig vorsichtig in die Backform hieven und nur locker in die Form legen. Überstehenden Teig nicht abschneiden, der deckt in Kürze die Äpfel zu. Solange man an der Füllung arbeitet, empfiehlt es sich, Backform samt Teig noch mal in den Kühlschrank zu stellen, damit der Teig nicht zu warm wird.
Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Für die Füllung alle Äpfel halbieren und entkernen (klappt gut mit einem Melonenkugelausstecher oder einem kleinen Löffel), dann in dünne Scheiben schneiden. Am besten belässt man dabei die Hälften dann etwas zusammen, denn so kann man sie jetzt allesamt auf den Teig heben und nebeneinander anordnen.
Überstehenden Tarteteig über die Äpfel falten. Diesen Rand und auch die Äpfel mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen.
Den Apple Pie nun ca. 45 Minuten lang auf einem mit Backpapier belegten Ofengitter (gerade bei Formen mit Hebeboden könnte es sonst tropfen) auf mittlerer Einschubleiste backen, dabei – sollte euer Ofen nicht ganz gleichmäßig backen – gerne zwischendrin mal rotieren.
Die Tarte schmeckt noch lauwarm aber auch kalt ganz fantastisch. Gerne mit Eis (mein Tipp: Haselnusseis), einem Klecks Sahne, Creme fraiche, Puderzucker, Lieblingsserie, tollem Buch und Sofa genießen.