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Schokoladen Amerikaner mit Zimtguss – der Kuchenklassiker mal anders

24. Januar 2016

Irgendwann in den 50ern muß eine Damen-Zeitschrift mal ein glorioses Rezept für Amerikaner publiziert und damit hierzulande einen riesigen Gebäck-Boom ausgelöst haben. Kein Kindergeburtstag kam ab dann gefühlt ohne dieses samtweiche sehr leckere Gebäck aus, das noch heute gerne auf Kindergarten- oder Schulbasaren gekrönt mit bunten Schokolinsen das Kuchenbuffet verschönert.Einfaches Rezept Schokoladen Amerikaner Gebäck mit Zimtguss Black and white cookies recipe alte waage krups backrezept kindergeburtstag schokoladenkuchen kakao buttermilch zuckerguss mit zimt zuckerzimtundliebe bestes backrezeptEinfaches Rezept Schokoladen Amerikaner Gebäck mit Zimtguss Black and white cookies recipe alte waage krups backrezept kindergeburtstag schokoladenkuchen kakao buttermilch zuckerguss mit zimt zuckerzimtundliebe bestes backrezeptKinder lieben sie sehr und ich kann es ihnen nicht verübeln. Im Gegenteil: ich reihe mich mit ein in die Schlange vor der Amerikaner gefüllten Tupperdose. Sie sehen lustig aus, lassen sich schön direkt aus der Hand futtern, sind samtweich und mit Zuckerguss oder wahlweise Schokoladenguss bedacht.Einfaches Rezept Schokoladen Amerikaner Gebäck mit Zimtguss Black and white cookies recipe alte waage krups backrezept kindergeburtstag schokoladenkuchen kakao buttermilch zuckerguss mit zimt zuckerzimtundliebe bestes backrezept
Wieso diese Gebäck-Amerikaner allerdings so heißen, wie sie heißen, werden wir wohl nie eindeutigerfahren. Man munkelt, die in den USA sehr beliebten „Black and White Cookies“ seien irgendwann über den großen Teich zu uns herüber geschwappt, mit offenen Armen und vor allem Mündern empfangen worden. Allerdings stellte sich der Name der Leckerei als etwas schwer aussprechbar für hiesige Kuchenlover heraus. Also nannte man sie kurzerhand einfach „Amerikaner“.
So einfach kann es manchmal laufen. Ich nenne Stroopwaffels ab heute vielleicht nur noch „Holländer“, Huevos Ranchero „Mexikaner“ und Croquembouche „Franzosen“. In der DDR hießen sie – aus Gründen – allerdings nicht Amerikaner, sondern Ammonplätzchen, abgeleitet von Ammoniumhydrogencarbonat, das häufig als Backtriebmittel (Hirschhornsalz) in Amerikanern Verwendung findet.Einfaches Rezept Schokoladen Amerikaner Gebäck mit Zimtguss Black and white cookies recipe alte waage krups backrezept kindergeburtstag schokoladenkuchen kakao buttermilch zuckerguss mit zimt zuckerzimtundliebe bestes backrezept

Aber genug Gebäckwissenschaft an dieser Stelle. Nachdem ich hier schon mal Amerikaner mit Chaiglasur und Pistazien präsentierte, wollte ich schon immer mal eine schokoladige Variante ausprobieren, jedoch nicht immer mit großem (geschmacklichen oder ästhetischen) Erfolg. Bis gestern. Da hat es so geklappt, dass ich vor Freude quietschte. Superschokoladig, supersoft. Einfaches Rezept Schokoladen Amerikaner Gebäck mit Zimtguss Black and white cookies recipe alte waage krups backrezept kindergeburtstag schokoladenkuchen kakao buttermilch zuckerguss mit zimt zuckerzimtundliebe bestes backrezept

Lecker saftige Kakao Amerikaner (die ein bisschen an Brownies erinnern, wie mir Little H und sein Freund auf der Stelle mitteilten) mit Zimtguss werden mir also den Nachmittag heute versüssen. Dazu gibt es Milch, „Ich heirate eine Familie“ auf DVD und aus-dem-Fenster-Winterwonderland-Staunen.
Für Euch gibt es das Rezept, viel Freude beim Nachbacken!

Rezept für Schokoladen Amerikaner mit Zimtguss (für ca. 12 Stück)

Zutaten:
175g Mehl
100g Backkakao
1 TL Backpulver
125g weiche Butter
200g Zucker
1 Ei (Gr. M)
225ml Buttermilch

Für den Zimtguss:
200g Puderzucker
1 TL Zimtpulver
ca. 2-3 EL Milch oder Wasser

Zubereitung:
1.) Mehl, Kakao und Backpulver sieben und mischen, kurz beiseite stellen.
2.) Butter und Zucker mit dem Handrührgerät 1-2 Minuten lang cremig rühren.
3.) Das Ei dazu geben und ordentlich einmischen.
4.) Nun abwechselnd in drei Schwüngen Buttermilch und die Mehlmixtur zum Teig geben. Den Teig dann 1/4 Stunde lang kalt stellen.
5.) Unterdessen den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier versehen. Wer zwei Backbleche hat, schnappt sich gleich beide.
6.) Mithilfe eines Eisportionierers nun ca. 6 Häufchen Teig auf ein Blech geben und eine kleine Kuppelform entstehen lassen (leicht flach drücken). Dabei unbedingt etwas Abstand voneinander lassen, die Amerikaner werden noch größer! Dann ca. 12-15 Minuten lang backen (die Amerikaner sind dann noch etwas weich und man muß vorsichtig sein), aus dem Ofen holen und gut abkühlen lassen, bevor man sie vom Backpapier entfernt.
7.) Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren und die restlichen sechs Amerikaner backen.
8.) Für den Zimtguss Puderzucker und Zimt mischen. Die Milch (bzw. Wasser) hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Guss rühren. Ist er Euch zu dünnflüssig (die Geschmäcker unterscheiden sich hier ja arg), einfach nach und nach etwas Puderzucker hinzufügen. Ist er Euch zu zähflüssig, einfach ganz langsam Teelöffelweise Milch dazu geben. Den Guss über die Amerikaner streichen, fest werden lassen und genießen.

Die Amerikaner halten sehr lange frisch. Zur längeren Haltbarkeit des Gusses sollte man diesen mit Wasser statt mit Milch zubereiten.

Ich könnte mir geschmacklich dazu übrigens auch sehr gut Orangenguss vorstellen. Einfach etwas Orangensaft mit Puderzucker mischen und ab auf die Amerikaner!Einfaches Rezept Schokoladen Amerikaner Gebäck mit Zimtguss Black and white cookies recipe alte waage krups backrezept kindergeburtstag schokoladenkuchen kakao buttermilch zuckerguss mit zimt zuckerzimtundliebe bestes backrezept

Habt einen wundervoll süssen Tag mit Kuchen und lieben Menschen!

Eure Jeanny

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30 Kommentare

  • Antworten Leonie 24. Januar 2016 at 9:14

    Ich mochte Amerikaner als Kind total gerne, habe sie aber in den letzten Jahren irgendwie aus dem Blick verloren. Deine Version sicht super lecker aus! Und diese Waage ist ja ein optisches Traumstück. 😉 Tolles Rezept, danke!
    Liebe Grüße
    Leonie von glowing

  • Antworten Maja 24. Januar 2016 at 9:40

    Die sehen totaaaaal lecker aus 😀 und deshalb stehe ich jetzt auf und backe und die zum Frühstück 🙂 .
    Danke für die vielen tollen Rezepte!
    Liebe Grüße,Maja

    • Antworten Jeanny 24. Januar 2016 at 10:00

      Ein sehr guter Plan zum Tagesstart 🙂 feinen Sonntag Dir!

  • Antworten Angela 24. Januar 2016 at 11:30

    Ich heirate eine Familie – aaaaawwwww!
    Einen Strrrudel … Immer wenn ich eine Wut hab, dann mach ich einen Strrrudel!

    Toller Plan für einen Sonntag!
    Lieben Gruß!

  • Antworten Irina 24. Januar 2016 at 13:28

    Das klingt ja mal wieder superlecker, Ich liebe Amerikaner und Schokolade und Zimt also wieder mal eine super Kombination für mich! Und danke für die Erinnerung! Meine Ich heirate eine Familie DVD´s könnte ich auch mal wieder auspacken. Schuhmanns Winterreise war immer meine Lieblingsfolge, passend zum kalten Wetter!

    • Antworten Jeanny 24. Januar 2016 at 13:29

      Ich frage mich ja noch immer, warum keine weiteren Folgen gedreht wurden. :/

  • Antworten Esther 24. Januar 2016 at 13:57

    Schöne Fotos! 😉

  • Antworten Jana 24. Januar 2016 at 14:54

    Oh, sieht das lecker aus.

    Amerikaner finde ich auch so lecker, aber backen tue ich sie viel zu selten. Die Idee mit der Schokolade finde ich spitze!

    Beste Grüße,
    Jana

    worteplustaten.wordpress.com

  • Antworten Tatjana 24. Januar 2016 at 17:17

    Omg du machst mich noch fertig, ich hab schon wieder ein Kilo mehr drauf, das weiß ich jetzt schon, aber ich liebe Amerikaner und die schreien gerade dazu, nachgemacht zu werden. Tolle Fotos und die Waage boah was für ein tolles Teil. Die Amerikaner mach ich ganz sicher nach.
    Aber erst muss ich Blutorangen-Buttermilch-Guglhupf auffuttern. Der ist auch so genial, allerdings ist mir der Guss nicht ganz gelungen. Lag aber nicht an dir, sondern an mir, Blondie hat vergessen Schmand zu kaufen, aber ich mach den bestimmt wieder, dann hab ich alle Zutaten daheim.
    Danke für deine immer so genialen Rezepte
    alles Liebe vom Reserl

    • Antworten Jeanny 24. Januar 2016 at 22:21

      Liebes Reserl, tausend Dank für den lieben Kommentar 🙂 Einen guten Wochenstart Dir morgen!
      Liebst,

      Jeanny

  • Antworten Caroline 24. Januar 2016 at 17:18

    Das sieht ja mal wieder suuuuper lecker aus 😀
    Danke fürs Rezept Jeanny!
    xx Caroline

  • Antworten Dandelion Dream 25. Januar 2016 at 8:09

    Amerikaner backe ich auch immer wieder gerne, in der Schokovariante sind sie sicherlich ebenfalls köstlich! Dickes Lob für die tollen Fotos, sieht mal wieder super aus 🙂
    Liebe Grüße
    Julia

  • Antworten Nord-Peru Reisen 25. Januar 2016 at 15:16

    Ich heirate eine Familie – das ist doch schon super, mega lange her, oder ? Ich kann mich nur noch ganz dunkel daran erinnern, aber das lief, als ich noch in Deutschland war, also schon mindestens 20 Jahre her !
    Deine Amerikaner schauen wirklich zum Reinbeissen aus. Das wäre doch auch was für Peru, oder?

    • Antworten Jeanny 25. Januar 2016 at 15:17

      Ja, das lief in den 80ern. Habe ich damals geliebt und jetzt wiederentdeckt. Schöne heile Welt 🙂
      Wäre auf jeden Fall auch was für Peru <3

      LG und eine schöne Woche!
      Jeanny

  • Antworten Carla 25. Januar 2016 at 16:02

    Oh, das sieht phantastisch aus! Normale Amerikaner reizen mich meistens nicht so sehr, weil sie mir zu sehr süß-und-süß sind. Heller Teig und Zuckerguss sind mir da zu viel des Guten. Was ich sehr gerne mag sind die „zweifarbigen“ Amerikaner, wie ich sie aus Franken kenne: mit Zuckerguss überzogen und dann die Hälfte der Oberseite nochmal mit dunkler Schokolade bedeckt. Diese leicht bittere Kakaonote macht es für mich aus – insofern muss ich dein Rezept hier unbedingt mal testen 🙂
    Liebe Grüße
    Carla

  • Antworten Sandra 26. Januar 2016 at 20:19

    Ich muss jetzt mal ein großes DANKE sagen! Grade in der Weihnachtszeit hab ich so viel von Dir nachgebacken und es kam alles super an! Heute saß ich dann mit meiner Tochter nach dem Kindergarten da und wir haben die Amerikaner verdrückt:-)) soooo lecker!! Und dann auch noch ein „ich heirate eine Familie“ – Fan…sehr sympathisch!
    Wie muss ich denn das Rezept abwandeln, um „normale“ Amerikaner draus zu machen?
    Danke und LG, Sandra

  • Antworten Susanne 28. Januar 2016 at 20:53

    Hallo Jeanny, ich habe heute deine Schokoamerikaner nachgebacken. Die sind wirklich sehr lecker geworden, saftig-fluffig und sehr Schokoladig. Ich habe allerdings insgesamt 16 Stück draus gemacht. Für meinen Geschmack könnten es sogar noch mehr, kleinere werden. Sie sind ganz schön mächtig. Außerdem finde ich persönlich den Zimt zu weihnachtlich und habe ihn weggelassen. Vielleicht würde eine Karamellnote oder Erdnuss passen. Danke jedenfalls für den leckeren Teig.

  • Antworten Maren 31. Januar 2016 at 17:37

    Dein Post hat mir so gut gefallen, dass ich ihn bei meinen Lieblinks des Monats erwähnt habe. Ich hoffe, das ist ok 🙂

    http://marenarztfotografie.blogspot.de/2016/01/verschneiter-wald.html

    Liebe Grüße
    Maren

  • Antworten Tintenelfe 2. Februar 2016 at 13:58

    Hallo Jeanny!
    Habe die Amerikaner gerade gemacht und sie sind echt großartig lecker. Ich muss aufpassen dass ich nicht schon alle esse bevor der Besuch kommt 😉 Sie sind allerdings seeeehr weich. Was kann ich denn machen um sie in Zukunft einen kleinen Tick fester zu machen?
    Danke für das tolle Rezept!!!
    Liebste Grüße, Sandy

    • Antworten Jeanny 2. Februar 2016 at 16:12

      Vielleicht etwas länger backen? 🙂 Hab einen feinen Tag!

      • Antworten Tintenelfe 3. Februar 2016 at 10:43

        Werde ich beim nächsten mal probieren. Vielen Dank!

  • Antworten Fiona Allan 8. Februar 2016 at 21:10

    Ich hab die Amerikaner heute mit Orangenguss gemacht – seeehr lecker! Zimt konnte ich mir nicht so vorstellen, aber das passt echt hervorragend 🙂

    • Antworten Jeanny 8. Februar 2016 at 21:10

      Freut mich sehr, Fiona. Danke für das nette Feedback!
      LG

      Jeanny

  • Antworten Daniela 20. Februar 2016 at 12:43

    Als Chai-Amerikaner-Süchtige habe ich heute die Schoko-Amis probiert. Aber oh Schreck: Der Teig lief auf dem Bleck davon und die Amis waren platt wie ein Schwarm Nordsee-Flundern.

    Hast Du eine Idee, was da falsch gelaufen sein könnte?

    Herzlichst,
    Daniela

    • Antworten Jeanny 20. Februar 2016 at 12:45

      Hallo Daniela, das ist mir ein Rätsel und von außen schwer zu beurteilen, was da passiert ist. Hast Du die Butter bei Raumtemperatur weich werden lassen? Der häufigste Fehler ist nämlich, die Butter in der Mikrowelle weich zu bekommen, wenn man vergessen hat, die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen 🙂
      LG!
      Jeanny

  • Antworten Beste Brownies mit Kinderriegel | Zucker, Zimt und Liebe 21. Februar 2016 at 8:31

    […] P.S.: Ein Rezept für Schoko Amerikaner, die wie Brownies schmecken findet Ihr hier. […]

  • Antworten Anna 24. März 2016 at 4:50

    Danke für das tolle Rezept. Allerdings bin ich in der DDR aufgewachsen und meine Familie und ich kennen Amerikaner ausschliesslich als Amerikaner und wären beim Bäcker auch nie auf die Idee gekommen, sie anders zu nennen.

  • Antworten Steffi 16. Oktober 2016 at 15:59

    Das Rezept ist wirklich toll! Allerdings habe auch das Problem gehabt, dass die Amerikaner im Ofen komplett zerlaufen sind und daher eher flachen Keksen statt Amerikanern ähnelten. Trotzdem sind sie unbeschreiblich lecker gewesen.
    Das nächste Mal werde ich versuchen, genau jeden Schritt richtig zu beachten, vielleicht habe ich dann mehr Glück. 🙂
    LG Steffi (hauptstadt-latina.de)

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