Backen, Gebäck, Reisen, Soulfood

Ohlala Madeleines – Grundrezept für die französischen Gebäck-Schönheiten

3. Juli 2012

Diese kleinen Französinnen aber auch. Verdrehen uns den Kopf im Nu und man hat sofort das Bild eines Akkordeon spielenden Mannes mit gestreiftem Tshirt, Baskenmütze, Schnurres und Baguette unter dem Arm im Kopf. Spazieren gehen an der Seine, Austern im La coupole zum Abendessen. Die Ober schawänzeln pfeifend um die Gäste herum und obwohl die A la carte-Karte das nur für 75kleine Gäste vorsieht, kann Jeanny Horstmann sie mit ganz viel Klimperklimper und sehr holprigem Französisch (inklusive sehr vielen Handbewegungen) davon überzeugen, Schokoladenfondue mit Früchten zum Nachtisch zu erhalten. Der mühsam antrainierte Rehblick macht sich also nach langen Jahren harten Trainings bezahlt und der charmante Ober setzt noch einen drauf. Er zwinkert mit einem Auge, lächelt verschmitzt und reicht mir samt Rechnung drei kleine Madeleines für den Nachhauseweg.

Die drei kleinen französischen i-tüpfelchen meines Parisbesuchs sollen den Weg bis zum Ausgang des Restaurants nicht überleben. Zack sind sie in meinem Mund verschwunden und liessen mich seitdem nicht mehr in Ruhe.

Madeleines sind zart und leicht wie eine Feder. Samtige Textur, versüßen uns den Tag, ohne zu beschweren. Lassen sich gerne abwandeln mit allerlei Aromen wie Limette, Minze, Beeren, Zimt, was das Herz begehrt. Man darf sie anschließend auch gerne mit Puderzucker versehen, in Zimtzucker wälzen und in Kaffee stippen. Zum Tee genießen oder in einer Dose verpackt auf lange Fahrt mitnehmen. Madeleines sind meine kleinen Freundinnen aus dem Backofen. Wenige Zutaten, mixen, in die Bärentatzen oder Madeleines-Form, kurz backen und noch warm genießen oder gut verpackt in Dosen kurz aufbewahren.

Hier mein Lieblings-Grundrezept. Lasst Euch die kleinen frooozösischen Köstlichkeiten munden.

Jeanny’s Lieblingsmadeleines (für 24 Stück, abhängig von der Größe der Förmchen. Ich habe kleinere Förmchen und kriege aus dem Teig ca. 40 Stück heraus):
Zutaten:

4 Eier
170g Zucker
170g Mehl
2 TL Backpulver
1 Messerspitze Zimt
1 Miniprise Salz
175g Butter + etwas Butter zum Einfetten der Madeleines-Form

1.) Die Mulden der Madeleinesform gut mit weicher Butter auskleiden. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
2.) Butter schmelzen lassen und abkühlen.
3.) Eier und Zucker ca. 5 Minuten lang schaumig mixen.
4.) Mehl, Backpulver, Zimt und Salz erst mischen, dann sieben und bei langsamem Mix-Tempo zur Eier-Zucker-Mischung hinzufügen.
5.) Butter hinzufügen und verrühren. Teig dann in die Madeleines-Form füllen und ca. 8-11 Minuten lang backen. Man sieht, daß die Madeleines fertig sind, wenn der Rand leicht braun wird.
6.) Vorsichtig aus den Mulden holen und mit Puderzucker bestäuben. Oder Glasur versehen. Oderoderoder.

Hui, hier schneit es Puderzucker. Ein Traum!

Ischsageeusch au revoir für ‚eute und bis zum nächsten Mal, cheries.
Die petite Bloggereuse

Jeanny

Das könnte dich auch interessieren

42 Kommentare

  • Antworten Kathi 3. Juli 2012 at 9:42

    Mademoiselle, bald pass ich nicht mehr in meine französischen kleinen Audrey Hosen, wenn Du so weiter machst. Du bist ja verrückt und machst uns so happy.
    Merci.

    La Kathi

  • Antworten Emi 3. Juli 2012 at 9:43

    Wow. Ich habe zu Weihnachten irgendwann mal eine Madeleines Form geschenkt bekommen, aber aus Silikon. Bisher hab ich da immer Eiswürfel drin gemacht (ups), weil ich dachte, die Madeleines krieg ich nie hin, aber Dein Rezept liest sich tres einfach. Mach ich nach, gleich am Samstag!

    Emilia

  • Antworten Claudia 3. Juli 2012 at 9:44

    das finde ich ja echt super , habe erst gestern meine Förmchen bekommen, da diese schon so lange auf meiner Liste stehen ! Werde dein Rezept versuchen , bist ja doch ein garant für allerlei Köstlichkeiten :-)

    glG

    Claudia

  • Antworten michaela 3. Juli 2012 at 9:46

    ja… die Madeleines sind einfach fantastisch… in meinem Rezept sind Orangenschale oder Orangenaroma und hat fast die klassischen Muffins in unserer Familie verdrängt…

    lecker, cherie

    michaela

  • Antworten Tina 3. Juli 2012 at 9:47

    Puderzuckerschnee? Wo auch immer Du wohnst, da bau ich mir ein Zelt auf und halte den Mund weit auf, wenn mal wieder Regenzeit angesagt ist. Ich liebe Madeleines auch, am liebsten in Kakao gedippt. Mmmmmmmmmmm… amour pur. So wie Dein Blog, den find ich gar nicht so petite sondern ganz schön grande

    XO aus München, Tina

  • Antworten Persis 3. Juli 2012 at 9:50

    Madeleines ist schon ein schniekes Gebaeck. Ich habe mal eine wuerzige Version mit Parmesan gegessen. Die waren auch erstaunlich lecker.

    liebe Gruesse,
    Persis

  • Antworten Fräulein Text 3. Juli 2012 at 9:53

    puderzuckerkonfetti : ) j’aime.

  • Antworten Christin aka Frau Shizzle 3. Juli 2012 at 10:17

    Hmm, die sehen köstlich aus! Jetzt brauch ich nur noch eine Madelein-Form…

  • Antworten Anne 3. Juli 2012 at 11:02

    ob man da auch johannisbeeren reinmischen kann? ich habe gerade so viele und die würden passenn, was meinst du, baking queen?

    Dir einen schönen tag im norden,
    anne

  • Antworten Mariam 3. Juli 2012 at 11:09

    Ich mag die mit dem Puderzuckerschneestürmchen. Lecker! Man könnte doch bestimmt auch bunte Zuckerstreusel darüber rieseln lassen. Ein Fest <3

    Danke für Deine tollen Ideen. Wo zauberst Du die alle her?
    Bis bald,
    Mariam

  • Antworten Frau Süd (@FrauSued) 3. Juli 2012 at 11:16

    Oh la la… isch liebe Madleines & werde diese auf jeden Fall probieren.

  • Antworten mein-i-tüpfelchen 3. Juli 2012 at 11:27

    Ich liebe Madeleines und vorallem Puderzuckerschneegestöber…herrlich! Merci für das Rezept. Und nach dem wunderbaren Workshop weiß ich jetzt zumindest mal so ganz theoretisch, wie Du das mit dem Schnee gemacht hast ;-)). Herzliche Grüße Alex

  • Antworten Zimtgold 3. Juli 2012 at 11:28

    Der „fliegende“ Puderzucker ist einfach mal: leider geil ;-)! Schöne Fotos!

  • Antworten Dani vom klitzeklein(en) Blog 3. Juli 2012 at 13:25

    wer rieselt denn da, little h.? *mit einer hand am sieb und mit der anderen die fernbedienung in der hand, hihi
    wunderhübsch!
    allerliebsten gruß,
    dani

  • Antworten Isabelle 3. Juli 2012 at 13:51

    Isch liebe die Madeleines und vor allem Jeanny, la gourmande ♥♥♥

    Puderzuckrige Grüße,

    Isabelle

  • Antworten TheCookiez 3. Juli 2012 at 14:03

    Oh la la :) Klein, aber fein.

  • Antworten Susanne 3. Juli 2012 at 14:30

    Coup de foudre – Liebe auf den ersten Blick! L’adore das letzte Foto – Winter bei den Madeleines! Wer hat es denn da schneien lassen? Le petit ou le grande bonhomme? Salut Suzanne

    • Antworten Jeanny 3. Juli 2012 at 14:32

      Mademoiselle Jeanny herself. Stativ und so :) Gell. <3
      Liebste Grüße nach Kölle,
      J

  • Antworten farbvoll 3. Juli 2012 at 14:43

    Olala …isch will auch :-) ich kann den Geschmack und den Duft bis hierher riechen!
    Supertolle Fotos, der Puderzucker..grandios.
    Liebe Grüsse
    Andrea

  • Antworten Schwiegermutter inklusive 3. Juli 2012 at 15:52

    Da muss ich ja wohl diese genau einmal vor langer Zeit benutzte Madeleine-Form suchen gehen….;-)

  • Antworten Annette [blick7] 3. Juli 2012 at 16:13

    Oh, die sehen verführerisch aus. Das letzte Bild ist ganz bezaubernd! LG, Annette.

  • Antworten pueppi 3. Juli 2012 at 16:53

    Danke für das tolle Rezept – es klingt sooo lecker und hoffentlich bekomm ich das auch hin. Ich werd’s morgen gleich mal probieren

  • Antworten Die_Kinderkueche 3. Juli 2012 at 19:10

    Mmmh, Madeleines mit einem Hauch Puderzucker!
    Wunderbar. Und wunderschön :-)
    LG
    Martina

  • Antworten ina 3. Juli 2012 at 19:51

    die sehen echt köstlich aus 😀 ich wollte dir kurz sagen dass du nun auch auf meiner lovely linkliste gelandet bist 😀
    http://cityglamblog.blogspot.de/2009/09/lovely-links-hier-findet-ihr-ein.html

  • Antworten Julia 3. Juli 2012 at 22:07

    Merci, merci, für dieses wunderbare Recipe … ich finde es immer toll, wenn man Dinge, die man meistens nur gut in Plastik verpackt aus dem Supermarkt kennt, selbst machen kann. Mmmmmmh, wird bald ausprobiert! :-)

  • Antworten nicola 4. Juli 2012 at 0:06

    :) – ich habe mich auch gefreut, dich doch nun mal in ‚echt‘ zu erleben :) nochmals GANZ lieben Dank fuer einen tollen tag – mir schwirrt der kopf mit all den tollen tipps und all der wichtinge information! habe es nun endlich auch geschafft, darueber kurz zu bloggen…

    heute war es hier so richtig fies grau – dann backe ich immer gerne…und nun rate mal was es heut gab…habe dein rezept sofort nachgebacken – LECKER!! (auch sehr gut mit deiner koestlichen himbeermarmelade!) – und so wurde meine madeleine form nun auch endlich mal benutzt – die sass schon seit einigen jahren unbenutzt im schrank….

    VIELEN dank nochmals!!! Nicola x

  • Antworten freudefinder 4. Juli 2012 at 6:54

    oh wie köstlich – und ich denke sofort an einen (meinen) Pantomimen in den Tuilerien – dem es das Herz zerriss, als ich gehen wollte, nachdem ich ihm Geld in seinen Hut geworfen hatte – so zauberhaft……

  • Antworten Schwarzkümmelöl 4. Juli 2012 at 9:22

    Das sieht ja so lecker aus, o mein Gott.

  • Antworten Dominique 4. Juli 2012 at 12:01

    Wow, ich liebe deinen Blog! Ich werde dein Rezept für die Madeleines auf jeden Fall ausprobieren, die klingen einfach köstlich.

    Gruß
    Nyquie

  • Antworten Katie 4. Juli 2012 at 15:22

    Ich liebe Madeleines! Habe mir mal in Frankreich eine Silikonform gekauft und seit dem liebe ich es einfach diese kleinen Köstlichkeiten zu backen! Danke für das tolle Rezept! :-)

  • Antworten Lykkelig 4. Juli 2012 at 16:22

    Puderzucker könnte es von mir aus jeden Tag schneien! Merci, cherie <3

  • Antworten Jana 6. Juli 2012 at 9:12

    Bei deinen tollen Fotos bekomme ich gleich wieder Appetit auf die kleinen Küchlein! Ich backe sie auch sehr gern – aber nach einem etwas anderem original französischen Rezept: mit Honig und Vergeoise (ein französischer Rübenzucker, leicht karamellig). Das schmeckt einfach unvergleichlich! Und so schnell wie sie gebacken sind, sind sie auch alle :-)

    • Antworten Jeanny 6. Juli 2012 at 9:36

      Mondieu, Jana, das klingt ja Profimässig :) Wenn ich mal Madeleine-Spezialfragen habe, wende ich mich an Deine Spezialistenhände :)

      Liebste Grüße und tolles sonniges Wochenende Dir,
      Jeanny

  • Antworten homeboundtheheartoflife 7. Juli 2012 at 10:55

    isch bin da ganz bei die frau sued… ohlala, isch liöbe diese kleine frozöööösischen mädschen käksöh… tres bien… ‚ab ein schöön wochenänd liebe Jeanny… à bientôt, bisoubisou

  • Antworten zuhauseundunterwegs 8. Juli 2012 at 20:35

    oh ich liebe madeleines – delicieux sehen deine aus. ohne backpulver finde ich sie noch besser; dann kommen sie ganz ohne luftblasen aus dem ofen und sehen ebenso fantastisch aus:) herzlich grüßt, Daniela

  • Antworten Mia 10. Juli 2012 at 19:01

    Omnomnom! Madeleines sind so herrlich und so schnell weg! Ich mag die so gern! Selbstgemacht hab ich die aber noch nie… hmmm! Wird wohl mal Zeit!
    Liebste Grüße!
    Mia

  • Antworten beatesauer 9. August 2012 at 17:10

    Ich muss Dein Madeleine-Rezept unbedingt einmal ausprobieren. Ich hatte vor einiger Zeit Madeleines nach einem „Fortnum & Mason“ Rezept gebacken, bei dem die Butter aber zusammen mit dem Mehl in die Zucker-Eier-Masse gerührt werden sollte, und da hatte es bei mir ein paar Klümpchen im Teig gegeben. Liebe Grüße Beate

  • Antworten Anne 19. August 2012 at 11:11

    Das Rezept ist super, hab grade zum ersten Mal im Leben Madelaines gebacken und sie schmecken himmlisch. DANKE Jeanny!

  • Antworten Clarettis Madeleines à la Jeanny | tastesheriff 11. Februar 2013 at 7:00

    […] gab das wunderbare Rezept von meine liebe Freundin Jeanny – die Göttin an den […]

  • Antworten Kerstin 15. Februar 2013 at 22:30

    Oh WOW – so ein wundertolles Rezept <3 ich bin noch ganz hin und weg sooo lecker sind diese kleinen Köstlichkeiten :-) Danke für das Rezept!

    http://mycookingloveaffaire.blogspot.de/2013/02/lieblingsmadeleines-ohlala.html

  • Antworten Urlaub zu Hause: 3 Backideen fürs Urlaubsgefühl 9. April 2015 at 13:45

    […] letzten Parisbesuch so begeistert von den „kleinen Französinnen“, dass sie auf ihrem Blog ihr persönliches Lieblingsrezept mit uns geteilt […]

  • Hinterlasse eine Antwort